Blutampfer Suppe Rezept: Cremige Wildkräutersuppe mit roten Adern in 35 Minuten

Leuchtend grün mit feinen roten Adern – der Blutampfer ist eines der schönsten Wildkräuter im Garten und auf dem Markt. Dieses Blutampfer Suppe Rezept verwandelt die zarten Blätter in eine samtig-cremige Suppe, die mild, leicht säuerlich und wunderbar frühlingshaft schmeckt. Sie gelingt mit wenigen Zutaten, steht in 35 Minuten auf dem Tisch und sieht mit ihrer grünen Farbe und dem roten Blattmuster einfach großartig aus.

Blutampfer (Rumex sanguineus) ist eng mit dem bekannten Sauerampfer verwandt, schmeckt aber deutlich milder und weniger sauer. Seine Blätter tragen die typischen roten Adern, die ihm den Namen geben – und die beim Servieren als Garnitur wunderschön aussehen. Anders als beim Sauerampfer musst du hier keine starke Säure ausgleichen, sondern kannst den feinen, erdig-frischen Geschmack des Krauts in den Mittelpunkt stellen.

Die Basis bilden mehligkochende Kartoffeln, Zwiebeln und eine gute Gemüsebrühe, die Sahne sorgt für den samtigen Schmelz. Unten findest du die Zutatenliste als übersichtliche Tabelle, die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern, viele Tipps rund ums Ernten, Waschen und Pürieren sowie Antworten auf die häufigsten Fragen – von der Haltbarkeit bis zur veganen Variante. Ähnlich unkompliziert wie die Brennnesselsuppe ist diese Suppe ein schöner Einstieg in die Wildkräuterküche.

Darum gelingt diese Blutampfersuppe immer

Das Geheimnis einer guten Blutampfersuppe liegt im richtigen Umgang mit den Blättern. Junge, zarte Blätter schmecken mild und frisch, ältere, große Blätter werden zäh und deutlich saurer. Deshalb pflückst du nur die oberen, hellgrünen Blätter und lässt alte, bereits blühende Pflanzen stehen. Auch der Standort zählt: Sammle nur abseits von Straßen, gedüngten Feldern und Hundewegen, und wasche die Blätter danach gründlich in mehreren Wassern.

Blutampfer und Sauerampfer im Vergleich

Viele verwechseln Blutampfer und Sauerampfer, denn beide gehören zur Gattung Rumex. Doch für die Suppe macht der Unterschied einiges aus – und genau hier liegt der eigene Charakter dieses Rezepts.

MerkmalBlutampferSauerampfer
BlätterGrün mit auffälligen roten AdernRein grün, pfeilförmig
GeschmackMild, leicht säuerlich, erdigDeutlich sauer, zitronig
In der SuppeBraucht kaum Ausgleich durch SahneVerträgt mehr Sahne und Süße
Als GarniturRote Adern sehen dekorativ ausUnauffällig grün

Der zweite Schlüssel ist das Timing: Der Blutampfer kommt erst in die fast fertige Suppe und wird nur kurz mitgekocht. So bleiben seine grüne Farbe und sein frisches Aroma erhalten. Kochst du ihn von Anfang an mit, wird die Suppe schnell dunkel und fad. Mit der Methode aus diesem Rezept passiert dir das nicht – die Suppe bleibt leuchtend grün und schmeckt angenehm mild.

Zutaten für das Blutampfer Suppe Rezept

Für 4 Portionen brauchst du nur wenige Zutaten. Frischen Blutampfer bekommst du im Frühjahr und Sommer auf dem Wochenmarkt, im Kräuterladen oder im eigenen Garten, wo er als pflegeleichte Staude wächst. Getrockneter Blutampfer eignet sich für diese Suppe nicht – die frischen Blätter sind entscheidend für Farbe und Geschmack.

ZutatMengeHinweis
Blutampfer, frisch150 gNur junge, zarte Blätter, gründlich gewaschen
Kartoffeln, mehligkochend500 gGeschält, in 2 cm große Würfel geschnitten
Zwiebel1 StückGroß, fein gewürfelt
Knoblauchzehen2 StückFein gehackt
Gemüsebrühe750 mlNach Geschmack salzig oder mild
Sahne200 mlOder Hafercuisine für die vegane Variante
Butter2 ELOder Olivenöl für vegan
Salz1 TLNach dem Pürieren noch einmal abschmecken
Pfeffer1/2 TLFrisch gemahlen
Muskatnuss1 PriseFrisch gerieben
Zitrone1/2 StückNur Saft, optional, zum Abschmecken
Crème fraîcheNach BeliebenOptional, zum Servieren

Der Blutampfer: Verwende wirklich nur junge, zarte Blätter. Dicke Stängel und grobe, alte Blätter sortierst du aus, denn sie machen die Suppe faserig und zu sauer. Wasche die Blätter in einer großen Schüssel mit kaltem Wasser, wechsle das Wasser zweimal und schleudere oder tupfe sie danach trocken. Ein paar besonders schöne Blätter mit roten Adern legst du für die Garnitur beiseite.

Die Kartoffeln: Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen fast von selbst und geben der Suppe ihre cremige Bindung. Festkochende Sorten funktionieren auch, dann pürierst du etwas länger. Wer die Suppe leichter mag, ersetzt die Hälfte der Sahne durch Milch oder zusätzliche Brühe.

Die Sahne: Sie rundet die Suppe ab und gibt ihr den samtigen Schmelz. Rühre sie erst nach dem Pürieren ein und koche die Suppe danach nicht mehr stark auf. Für die vegane Variante nimmst du eine pflanzliche Sahnealternative wie Hafer- oder Sojacuisine und ersetzt die Butter durch Olivenöl – das funktioniert hervorragend.

Ein Wort zur Oxalsäure: Wie alle Ampferarten enthält Blutampfer Oxalsäure, weshalb die Suppe in üblichen Portionen genossen werden sollte und nicht täglich in großen Mengen auf den Tisch gehört. Menschen mit Nierensteinen oder einer entsprechenden Vorerkrankung sollten vorher mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sprechen. Durch das Kochen und die Kombination mit Sahne wird die Säure abgemildert, und in einer normalen Portion ist die Suppe für gesunde Erwachsene ein unbedenklicher Genuss.

Schritt-für-Schritt Zubereitung

Gemüse vorbereiten

Schälen und schneiden: Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwa 2 cm große Würfel. Die Zwiebel fein würfeln, die Knoblauchzehen hacken. Die Blutampferblätter gründlich waschen, trocken schütteln und grob hacken – aber erst kurz vor der Verwendung, damit sie frisch bleiben und nicht welken.

Basis andünsten

Sanft anschwitzen: Die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel 3 bis 4 Minuten glasig dünsten. Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute mitbraten, bis er duftet – nicht braun werden lassen, sonst wird er bitter und überdeckt den feinen Geschmack des Blutampfers.

Suppe kochen und Blutampfer zugeben

Köcheln lassen: Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und unter Rühren etwa 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit der Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und zugedeckt 15 bis 18 Minuten sanft köcheln lassen, bis sich die Kartoffeln mit der Gabel mühelos zerdrücken lassen.

Erst jetzt der Blutampfer: Den Topf vom Herd nehmen und die gehackten Blutampferblätter in die heiße, aber nicht mehr kochende Suppe geben. 2 bis 3 Minuten ziehen lassen, bis sie vollständig zusammengefallen sind. So behalten sie Farbe und Aroma. Wer dieses Blutampfer Suppe Rezept zum ersten Mal kocht, wird überrascht sein, wie mild und rund die Suppe am Ende schmeckt.

Pürieren und abschmecken

Fein pürieren: Die Sahne einrühren und die Suppe mit dem Stabmixer 2 bis 3 Minuten fein pürieren, bis sie vollkommen glatt und samtig ist. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise frisch geriebener Muskatnuss und nach Belieben ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken – bei Bedarf mit heißer Brühe verdünnen oder offen etwas einköcheln lassen. In vorgewärmte Schalen füllen, mit einem Klecks Crème fraîche und den beiseitegelegten Blutampferblättern garnieren und sofort heiß servieren.

Tipps für die perfekte Blutampfersuppe

  • Nur junge Blätter nehmen: Ernte die oberen, zarten Blätter junger Pflanzen. Ältere Blätter schmecken deutlich saurer und sind faserig.
  • Gründlich waschen: Spüle die Blätter in zwei bis drei Wassern, damit Erde, Staub und kleine Insekten vollständig entfernt werden.
  • Nicht zu lange kochen: Blutampfer braucht nur wenige Minuten. Langes Kochen macht die Suppe dunkel und nimmt ihr das frische Aroma.
  • Rot für die Garnitur aufheben: Die schönsten Blätter mit den rotesten Adern kommen roh oder nur kurz erwärmt auf die Suppe – das sieht fantastisch aus.
  • Stabmixer vorsichtig führen: Püriere in Intervallen und halte den Mixer gut unter der Oberfläche, damit keine heiße Suppe spritzt.
  • Vorwärmen lohnt sich: In vorgewärmten Schalen bleibt die Suppe länger heiß und die Sahnegarnitur verläuft nicht so schnell.
  • Reste richtig lagern: Abgekühlt, in einem geschlossenen Gefäß, hält sich die Suppe im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Beim Aufwärmen nur sanft erhitzen.

Variationen zum Ausprobieren

Mit Lauch und Frühlingszwiebeln: Ersetze eine Kartoffel durch eine Stange Lauch in Ringen und gib kurz vor dem Servieren fein geschnittene Frühlingszwiebeln dazu. Das gibt der Suppe eine feine, zwiebelige Note und passt gut zum erdigen Geschmack des Blutampfers.

Vegan und leicht: Butter durch Olivenöl und Sahne durch Hafercuisine ersetzen, eine rein pflanzliche Gemüsebrühe verwenden. Die Suppe bleibt cremig und schmeckt kaum anders als die klassische Variante.

Mit pochiertem Ei: Ein pochiertes Ei auf jede Portion setzen und mit etwas Schnittlauch bestreuen. Das Ei macht die Suppe sättigender und zu einem vollständigen, leichten Mittagessen.

Als Vorspeise im Menü: In kleinen Gläsern oder Tassen serviert, mit einem Klecks Crème fraîche und gerösteten Kernen, wird die Suppe zu einer schönen Vorspeise. Dazu passt frisches Bauernbrot oder ein einfaches Fladenbrot.

Wer gern weitere cremige Suppen ausprobiert, findet in der klassischen Maronensuppe eine samtige Herbstsuppe, die sich ebenfalls gut mit Kartoffeln und Sahne verfeinern lässt.

Häufige Fragen zum Blutampfer Suppe Rezept

Wann ist die beste Zeit für Blutampfer?

Die besten Blätter gibt es im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Pflanzen jung und zart sind. Als Staude im Garten treibt der Blutampfer nach dem Rückschnitt immer wieder frische Blätter aus, sodass du über die ganze Saison ernten kannst. Blühende oder bereits Samen tragende Pflanzen lässt du stehen, denn sie schmecken bitter und sind faserig.

Kann ich Sauerampfer statt Blutampfer verwenden?

Ja, das funktioniert, allerdings schmeckt die Suppe dann deutlich saurer. Gleiche die Säure mit etwas mehr Sahne und einer Prise Zucker aus, und gib den Zitronensaft am Ende weg. Umgekehrt kannst du dieses Rezept auch als milde Alternative zu einer klassischen Sauerampfersuppe kochen – gerade für Kinder und Gäste, die es nicht so sauer mögen, ist die Blutampfer-Version oft die bessere Wahl.

Kann ich die Blutampfersuppe einfrieren?

Ja, am besten ohne Sahne. Friere die pürierte Suppe in portionsgerechten Gefäßen bis zu 3 Monate ein und rühre die Sahne erst nach dem Auftauen und sanften Erwärmen frisch ein. So bleibt die Konsistenz cremig und die Farbe frischer, als wenn die Sahne mit eingefroren wird.

Woran erkenne ich Blutampfer sicher?

Blutampfer hat längliche, grüne Blätter mit auffällig roten Adern und einem roten Mittelnerv – dieses Merkmal ist unverwechselbar. Die sicherste Bestimmung gelingt mit einem Bestimmungsbuch oder einer erfahrenen Person vor Ort, denn Verwechslungen mit anderen Pflanzen sind grundsätzlich möglich. Wenn du auch nur leicht unsicher bist, pflücke nichts und kaufe die Blätter stattdessen auf dem Markt oder in einem Kräuterladen.

Fazit: Blutampfersuppe bringt Farbe auf den Tisch

Dieses Blutampfer Suppe Rezept beweist, dass aus einem Kraut, das viele nur als Zierpflanze kennen, ein richtig gutes Essen wird: junge Blätter, Kartoffeln, Zwiebeln, Brühe und Sahne – mehr braucht es nicht für eine Suppe, die grün leuchtet, mild schmeckt und in 35 Minuten fertig ist. Der Trick mit dem späten Zugeben der Blätter macht den Unterschied zwischen einer dunklen, faden Suppe und dieser frischen, aromatischen Köstlichkeit.

Mein Tipp für die Saison: Nutze die Zeit der jungen Blätter und koche die Suppe gleich in doppelter Menge – eine Hälfte lässt sich hervorragend einfrieren. Und wenn du im Garten die ersten Blätter mit den roten Adern entdeckst, weißt du: Es ist wieder so weit. Viel Spaß beim Ernten, Kochen und Genießen – guten Appetit!

Cremige Blutampfersuppe

Cremige Blutampfersuppe aus jungen Blutampferblättern mit Kartoffeln und Sahne – in 35 Minuten fertig, mild und samtig-grün. Nur junge Blätter verwenden und gründlich waschen.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten
Gericht Suppe
Portionen 4 Portionen
Kalorien 290 kcal

Zutaten
  

  • 150 g Blutampfer, frisch nur junge, zarte Blätter, gründlich waschen
  • 500 g Kartoffeln mehligkochend, geschält, 2 cm Würfel
  • 1 Zwiebel groß, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne oder Hafercuisine für vegan
  • 2 EL Butter oder Olivenöl für vegan
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Pfeffer frisch gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • ½ Zitrone nur Saft, optional, zum Abschmecken
  • Crème fraîche optional, zum Servieren

Anleitungen
 

  • Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken. Blutampferblätter gründlich waschen, trocken schütteln und grob hacken.
  • Die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel 3 bis 4 Minuten glasig dünsten. Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute mitbraten, bis er duftet – nicht braun werden lassen.
  • Die Kartoffelwürfel in den Topf geben und unter Rühren etwa 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit der Gemüsebrühe ablöschen und zum Kochen bringen.
  • Hitze reduzieren und zugedeckt 15 bis 18 Minuten sanft köcheln lassen, bis sich die Kartoffeln mit der Gabel mühelos zerdrücken lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die gehackten Blutampferblätter in die heiße, aber nicht mehr kochende Suppe geben. 2 bis 3 Minuten ziehen lassen, bis sie vollständig zusammengefallen sind.
  • Die Sahne einrühren und die Suppe mit dem Stabmixer 2 bis 3 Minuten fein pürieren, bis sie vollkommen glatt und samtig ist.
  • Mit Salz, Pfeffer, einer Prise frisch geriebener Muskatnuss und nach Belieben ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken – bei Bedarf mit heißer Brühe verdünnen oder offen etwas einköcheln lassen. In vorgewärmte Schalen füllen, mit Crème fraîche und Blutampferblättern garnieren und sofort heiß servieren.

Notizen

Im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß 2 bis 3 Tage haltbar; beim Aufwärmen nur sanft erhitzen, nicht mehr kochen. Zum Einfrieren die Suppe ohne Sahne einfrieren (bis zu 3 Monate) und die Sahne erst nach dem Auftauen frisch einrühren. Vegane Variante: Butter durch Olivenöl und Sahne durch Hafer- oder Sojacuisine ersetzen, rein pflanzliche Gemüsebrühe verwenden. Blutampfer enthält Oxalsäure – in üblichen Portionen genießen; bei Nierensteinen oder Vorerkrankungen vorher ärztlichen Rat einholen. Nur junge Blätter verwenden und gründlich waschen; bei Unsicherheit bei der Bestimmung nicht pflücken.

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