Ein festlicher Sonntag, der Duft von gebratenem Fleisch zieht durchs Haus – wer kennt das nicht? Genau das macht den Rinderschmorbraten im Ofen so besonders.
Er ist nicht nur ein Klassiker der deutschsprachigen Küche, sondern auch ein Gericht, das Tradition und Geborgenheit auf den Teller bringt.
Dabei ist es gar nicht so schwer, ihn zuzubereiten – man braucht nur etwas Geduld, die richtigen Zutaten und ein gutes Rezept.
In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie dir der Braten im Backofen perfekt gelingt – genauso zart, saftig und aromatisch, wie man ihn sich wünscht.
Warum den Rinderschmorbraten im Ofen zubereiten?
Viele schwören auf den Schmortopf, aber der Backofen hat einen unschlagbaren Vorteil: Die gleichmäßige Hitzeverteilung.
Während der Braten langsam im Ofen gart, kannst du dich entspannt zurücklehnen, ohne ständig nachschauen zu müssen.
Außerdem bleibt die Temperatur konstant, was für zartes Fleisch und eine kräftige Sauce sorgt.
Ein weiterer Pluspunkt: Im Ofen lässt sich der Braten auch für mehrere Personen problemlos zubereiten – ideal für Familienessen, Feiertage oder wenn Gäste kommen.
Zutaten für den perfekten Ofen-Rinderschmorbraten (4–6 Personen)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Rinderbraten (Schulter oder Keule) | ca. 1,5–2 kg |
| Zwiebeln | 3 Stück |
| Karotten | 3 Stück |
| Sellerie | 1/2 Knolle |
| Lauch | 1 Stange |
| Knoblauch | 2 Zehen |
| Tomatenmark | 2 EL |
| Rotwein (trocken) | 500 ml |
| Rinderbrühe | 500 ml |
| Lorbeerblätter | 2 Stück |
| Thymian (frisch oder getrocknet) | 1 Zweig/1 TL |
| Rosmarin | 1 Zweig |
| Salz & Pfeffer | nach Geschmack |
| Öl oder Butterschmalz | zum Anbraten |
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt dein Braten im Ofen
1. Fleisch vorbereiten
Das Fleisch trocken tupfen, großzügig salzen und pfeffern. In einem Bräter oder einer ofenfesten Pfanne im heißen Öl rundum kräftig anbraten, bis es eine schöne Kruste bekommt.
Herausnehmen und beiseitestellen.
2. Gemüse anrösten
Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch grob würfeln. Alles im Bräter kräftig anrösten, bis sich braune Röstaromen entwickeln. Zum Schluss Knoblauch und Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten.
3. Ablöschen mit Rotwein
Mit Rotwein ablöschen, dabei den Bratensatz mit einem Holzlöffel lösen. Den Wein etwas einkochen lassen, das verstärkt den Geschmack.
4. Brühe und Gewürze zugeben
Jetzt das Fleisch zurück in den Bräter legen. Mit Rinderbrühe auffüllen, bis das Fleisch fast bedeckt ist. Lorbeer, Thymian und Rosmarin hinzufügen.
5. Ab in den Ofen
Den Bräter mit Deckel in den vorgeheizten Ofen (160 °C Ober-/Unterhitze) stellen. Der Braten sollte dort 2,5 bis 3 Stunden schmoren.
Wichtig: Zwischendurch prüfen, ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist – falls nötig, etwas Brühe nachgießen.
6. Sauce verfeinern
Am Ende das Fleisch herausnehmen und kurz ruhen lassen. Die Sauce durch ein Sieb gießen, nach Belieben einkochen und ggf. mit etwas Butter oder Sahne verfeinern.
Tipps für das perfekte Ergebnis
- Fleischqualität: Achte auf gutes Fleisch vom Metzger – Schulter oder Keule sind ideal.
- Zeit ist entscheidend: Je länger der Braten im Ofen bleibt, desto zarter wird er.
- Kruste nicht vergessen: Das scharfe Anbraten am Anfang ist der Schlüssel zu intensiven Röstaromen.
- Gemüse nicht wegwerfen: Auch wenn du die Sauce siebst – das mitgeschmorte Gemüse gibt unglaublich viel Geschmack.
- Noch sämiger?: Die Sauce mit etwas Mehlbutter oder Speisestärke binden.
Beilagen-Ideen zum Ofenschmorbraten
| Beilage | Warum passt es so gut? |
|---|---|
| Kartoffelpüree | Sämig und nimmt die Sauce perfekt auf |
| Semmelknödel | Klassiker, besonders in Bayern und Österreich |
| Spätzle | Deftig und sättigend |
| Rotkohl | Fruchtig-säuerlicher Kontrast |
| Bohnen oder Rosenkohl | Frisches Gemüse als Ausgleich |
Varianten für Abwechslung
- Alkoholfrei: Rotwein einfach durch Traubensaft oder mehr Brühe ersetzen.
- Mit Pilzen: Gegen Ende Champignons oder Pfifferlinge hinzufügen.
- Bier-Schmoren: Statt Rotwein ein kräftiges Dunkelbier verwenden – ergibt eine herzhafte Sauce.
- Mediterran: Mit Rosmarin, Oliven und getrockneten Tomaten verfeinern.
Reste clever nutzen
Das Beste: Rinderschmorbraten schmeckt am nächsten Tag oft noch besser!
- Sandwich: Dünn aufgeschnitten mit Senf und frischem Brot.
- Pasta: In kleine Stücke zupfen, mit Sauce zu Nudeln servieren.
- Einfrieren: In Portionen einfrieren, so hat man immer eine Mahlzeit auf Vorrat.
Zusätzliche Tipps & Tricks
- Vorbereitung am Vortag: Den Braten schon am Abend vorher schmoren und am nächsten Tag nur noch aufwärmen – so spart man Zeit und er wird sogar noch aromatischer.
- Mehr Sauce kochen: Lieber etwas mehr Flüssigkeit nehmen – die Sauce ist oft das Highlight!
- Gäste beeindrucken: Ein paar frische Kräuter zum Servieren über den Braten streuen – sieht toll aus und rundet den Geschmack ab.
FAQs zum Rinderschmorbraten im Ofen
Welches Fleischstück ist ideal?
Am besten eignen sich Rinderschulter oder -keule. Sie enthalten genug Bindegewebe, das beim Schmoren wunderbar zart wird.
Kann man den Braten bei Umluft garen?
Ja, aber die Gefahr ist größer, dass das Fleisch austrocknet. Ober-/Unterhitze ist schonender.
Wie lange sollte der Braten ruhen?
Nach dem Schmoren das Fleisch ca. 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen, bevor man es anschneidet.
Kann man den Braten auch im Slow Cooker machen?
Absolut! Dafür ca. 7–8 Stunden bei niedriger Stufe einplanen.
Wie lange hält sich der Rinderschmorbraten im Kühlschrank?
Gut verschlossen 2–3 Tage, eingefroren sogar mehrere Monate.
Fazit
Ein Rinderschmorbraten im Ofen ist ein Stück Tradition und purer Genuss. Mit ein wenig Geduld, guten Zutaten und den richtigen Kniffen gelingt er immer – zart, saftig und voller Geschmack.
Ob mit Knödeln, Püree oder Spätzle: Dieser Braten ist ein Highlight auf jedem Tisch und bringt garantiert strahlende Gesichter am Esstisch.
Also: Ofen an, Bräter raus und los geht’s – dein perfekter Schmorbraten wartet schon! 🥘✨
Rinderschmorbraten im Ofen – Zart & aromatisch wie bei Oma
Zutaten
- 1,5 –2 kg Rinderbraten Schulter oder Keule
- 3 Zwiebeln
- 3 Karotten
- ½ Knolle Sellerie
- 1 Stange Lauch
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml trockener Rotwein
- 500 ml Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Zweig/1 TL Thymian
- 1 Zweig Rosmarin
- Salz & Pfeffer nach Geschmack
- Öl oder Butterschmalz zum Anbraten
Anleitungen
- Fleisch vorbereiten: Rinderbraten trocken tupfen, salzen, pfeffern und im heißen Öl rundum kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.Gemüse anrösten: Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch würfeln, im Bräter anrösten, bis Röstaromen entstehen. Knoblauch und Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten.Ablöschen: Mit Rotwein ablöschen, Bratensatz lösen und den Wein etwas einkochen lassen.Brühe & Gewürze zugeben: Fleisch zurück in den Bräter legen, mit Rinderbrühe auffüllen. Lorbeer, Thymian und Rosmarin zugeben.Im Ofen schmoren: Den Bräter bei 160 °C Ober-/Unterhitze für 2,5–3 Stunden in den Ofen geben. Zwischendurch Flüssigkeit prüfen.Sauce vollenden: Fleisch herausnehmen und ruhen lassen. Sauce durch ein Sieb gießen, nach Belieben einkochen und mit Butter oder Sahne verfeinern.Servieren: Braten aufschneiden und mit Beilagen wie Kartoffelpüree, Knödeln oder Rotkohl servieren.




