Dicke Bohnen Suppe Rezept: Cremige Saubohnensuppe mit Kartoffeln in 50 Minuten

Sattgrün, sämig und herrlich deftig: Dieses Dicke Bohnen Suppe Rezept verwandelt dicke Bohnen – auch Saubohnen oder Puffbohnen genannt – in eine wärmende Suppe, die nach Garten, Sommer und ehrlicher Hausmannskost schmeckt. Die Bohnen werden doppelt gepellt, mit Kartoffeln, Möhren und Bohnenkraut sanft gekocht und am Ende cremig püriert, sodass eine Suppe entsteht, die satt macht, ohne schwer zu sein.

Dicke Bohnen sind keine gewöhnlichen Bohnen aus der Dose. Sie wachsen in langen, samtigen Hülsen, schmecken nussig-buttrig und haben eine zarte, fast cremige Konsistenz, wenn man sie richtig zubereitet. Frisch gibt es sie im Frühsommer auf dem Wochenmarkt, tiefgekühlt das ganze Jahr über – beide Varianten funktionieren in dieser Suppe hervorragend.

Das Besondere an dieser Suppe ist die doppelte Pellarbeit: Zuerst löst du die Bohnen aus ihren Hülsen, dann entfernst du nach kurzem Blanchieren auch die graugrüne Außenhaut. So wird die Suppe wunderbar glatt und bekommt ihre leuchtend grüne Farbe. Mit etwas Sahne, einem Spritzer Zitrone und knusprigem Brot dazu steht in 50 Minuten ein Essen auf dem Tisch, das auch am nächsten Tag noch schmeckt.

Warum dicke Bohnen so gut in eine Suppe passen

Dicke Bohnen bringen von Natur aus alles mit, was eine gute Suppe braucht: Sie sind eiweißreich, sättigend und zerfallen beim Kochen so weich, dass sie die Suppe fast von selbst binden. Anders als weiße Bohnen aus der Dose, wie sie in unserer klassischen Bohnensuppe verwendet werden, schmecken sie frisch-grün und leicht nussig – ein ganz eigener Charakter, der diese Suppe unverwechselbar macht.

Das klassische Gewürz zu dicken Bohnen ist Bohnenkraut. Es unterstützt nicht nur den Geschmack, sondern gilt in der traditionellen Küche auch als wohltuende Ergänzung zu Hülsenfrüchten, die manche Menschen als schwer verdaulich empfinden. Ob das bei dir wirkt, hängt von der Person ab – in jedem Fall schmeckt die Kombination einfach richtig gut.

Dicke Bohnen, Saubohnen oder Puffbohnen?

Alle drei Namen meinen dieselbe Hülsenfrucht, die botanisch Vicia faba heißt. Auf dem Markt findest du sie je nach Region unter einem dieser Namen. Wichtig ist nur der Zustand: Die Hülsen sollten prall und knackig sein, die Bohnen darin fest und glänzend. Sehr große, ältere Bohnen haben eine festere Haut und brauchen etwas länger – sie schmecken aber genauso gut, wenn du sie sorgfältig pellst.

VarianteVerfügbarkeitVorbereitung
Frisch in HülsenFrühsommer, WochenmarktAuspalen, blanchieren, zweites Pellen
Tiefgekühlt, gepelltGanzjährig, SupermarktDirekt verwenden, kein Pellen nötig
GetrocknetGanzjährig, SpezialhandelÜber Nacht einweichen, länger kochen
Aus dem GlasGelegentlichAbtropfen, kurz mitkochen

Zutaten für das Dicke Bohnen Suppe Rezept

Für 4 Portionen brauchst du die folgenden Zutaten. Die Mengenangaben beziehen sich auf bereits gepellte Bohnen – bei frischen Hülsen rechnest du etwa mit der doppelten Menge, also rund 2 Kilogramm Hülsen für 1 Kilogramm Bohnen.

ZutatMenge
Dicke Bohnen, gepellt1 kg (frisch oder TK)
Kartoffeln, mehligkochend400 g
Möhren2 Stück
Zwiebeln2 Stück
Knoblauch2 Zehen
Gemüsebrühe1,2 Liter
Sahne150 ml
Bohnenkraut, frisch oder getrocknet2 Zweige bzw. 1 TL
Zitronensaft1 EL
Olivenöl oder Butter2 EL
Salz, Pfeffer, MuskatNach Geschmack

Die Bohnen: Frische dicke Bohnen schmecken am feinsten, tiefgekühlte sind eine hervorragende Alternative und sparen die Pellarbeit. Achte bei TK-Ware darauf, dass die Bohnen bereits gepellt sind – steht auf der Packung nur „dicke Bohnen“, pellst du sie nach dem Auftauen noch einmal kurz.

Die Kartoffeln: Mehligkochende Sorten zerfallen beim Kochen und machen die Suppe von selbst sämig. Festkochende Kartoffeln funktionieren auch, dann pürierst du die Suppe einfach etwas länger.

Das Bohnenkraut: Es ist das typische Gewürz für dieses Gericht und gibt der Suppe ihre würzige, leicht pfeffrige Note. Frische Zweige kochst du mit und nimmst sie vor dem Pürieren wieder heraus; getrocknetes Kraut rührst du einfach unter.

Schritt-für-Schritt Zubereitung

Dicke Bohnen vorbereiten

Auspalen: Öffne die Hülsen an der Naht und löse die Bohnen heraus. Bei etwa einem Kilogramm Bohnen dauert das rund zehn Minuten – eine schöne, fast meditative Arbeit, bei der du die Qualität jeder Bohne direkt siehst.

Blanchieren und pellen: Koche die Bohnen zwei Minuten in Salzwasser, schrecke sie in kaltem Wasser ab und drücke sie dann aus ihrer graugrünen Haut. Die leuchtend grünen Kerne, die zum Vorschein kommen, sind das Herz dieser Suppe. Tiefgekühlte, bereits gepellte Bohnen kannst du direkt verwenden.

Die Suppe kochen und pürieren

Gemüse andünsten: Schäle Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln und schneide alles in Würfel. Erhitze das Öl in einem großen Topf, dünste die Zwiebeln und den Knoblauch glasig an und gib dann Möhren und Kartoffeln dazu. Zwei Minuten mitdünsten lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Ablöschen und köcheln: Gieße die Gemüsebrühe dazu, lege das Bohnenkraut ein und bringe alles zum Kochen. Gib die gepellten dicken Bohnen dazu und lasse die Suppe bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten leise köcheln, bis Kartoffeln und Bohnen weich sind. Nimm die Bohnenkrautzweige wieder heraus.

Pürieren und abschmecken: Püriere die Suppe mit dem Stabmixer fein und cremig. Rühre die Sahne unter, schmecke mit Salz, Pfeffer, einer Prise Muskat und dem Zitronensaft ab und lasse die Suppe noch einmal kurz aufkochen. Ist sie dir zu dick, gib schluckweise etwas Brühe dazu; ist sie zu dünn, lässt du sie ein paar Minuten offen weiterköcheln.

Servieren: Fülle die Suppe in vorgewärmte Teller oder Schalen und garniere sie nach Belieben mit ein paar ganzen Bohnen, einem Sahnehäubchen und frischem Bohnenkraut. Dazu passt knuspriges Bauernbrot oder geröstetes Weißbrot, mit dem du den letzten Rest aus der Schale tupfen kannst.

Tipps und Tricks für die perfekte Suppe

  • Immer doppelt pellen: Die zweite Haut ist der Grund, warum manche Suppen aus dicken Bohnen grau und mehlig schmecken. Nimm dir die paar Minuten Zeit – die leuchtend grüne Farbe und die glatte Konsistenz lohnen sich.
  • Nicht zu lange kochen: Nach etwa 20 Minuten sind die Bohnen weich, aber noch grün. Kochst du sie deutlich länger, verliert die Suppe an Farbe und Frische.
  • Sahne erst am Ende: Gib die Sahne erst nach dem Pürieren dazu und koche die Suppe danach nur noch kurz auf. So bleibt sie samtig und flockt nicht aus.
  • Zitrone sparsam dosieren: Ein Esslöffel Zitronensaft hebt den Geschmack, mehr davon überdeckt die nussige Bohnen-Note. Schmecke lieber in kleinen Schritten ab.
  • Reste am nächsten Tag: Die Suppe dickt über Nacht nach – gib beim Aufwärmen einfach etwas Brühe oder Wasser dazu und rühre gut um. Sie schmeckt aufgewärmt oft sogar noch runder.
  • Einfrieren: Ohne Sahne lässt sich die Suppe hervorragend einfrieren. Rühre die Sahne erst nach dem Auftauen und Aufwärmen unter.

Leckere Variationen zum Ausprobieren

Mit Speck und Croûtons: Knusprig gebratene Speckwürfel und in Butter geröstete Brotwürfel geben der cremigen Suppe einen herzhaften Kontrast. Einfach über die angerichtete Suppe streuen.

Vegane Variante: Ersetze die Sahne durch Hafer- oder Sojacuisine und das Öl durch Olivenöl. Die Suppe bleibt cremig und schmeckt wunderbar nussig – die Kartoffeln sorgen auch ohne tierische Produkte für Bindung.

Mediterrane Variante: Rühre am Ende einen Löffel Pesto unter und garniere mit geriebenem Parmesan. Die Kräuter des Pestos passen hervorragend zu den nussigen Bohnen und geben der Suppe eine südliche Note.

Als Eintopf statt als Cremesuppe: Wer es stückiger mag, püriert nur die Hälfte der Suppe und rührt sie zurück in den Topf. So bleiben ganze Bohnen und Kartoffelstücke erhalten – fast ein Eintopf, der ebenfalls mit Brot serviert wird. Ähnlich deftig, aber mit ganz anderen Bohnen, ist unsere Kidneybohnensuppe, die mit Kreuzkümmel und Tomaten eine ganz andere Richtung einschlägt.

FAQ

Kann man dicke Bohnen auch ungeschält verwenden?

Grundsätzlich ja, aber die Suppe wird dann deutlich mehliger und grauer. Die Außenhaut der dicken Bohnen ist zäh und löst sich beim Pürieren nicht vollständig auf. Für eine glatte, grüne Cremesuppe lohnt sich das zweite Pellen immer – nur für einen rustikalen Eintopf kannst du darauf verzichten.

Wo bekommt man frische dicke Bohnen?

Im Frühsommer findest du sie auf Wochenmärkten, in Gemüseläden und gut sortierten Supermärkten. Tiefgekühlte dicke Bohnen gibt es das ganze Jahr über in der Tiefkühlabteilung – achte darauf, dass sie bereits gepellt sind, sonst pellst du sie nach dem Auftauen noch einmal.

Wie lange hält sich die Suppe im Kühlschrank?

Gut abgedeckt hält sich die Suppe zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Erwärme sie langsam und rühre gut um, gib bei Bedarf etwas Brühe dazu. Zum Einfrieren eignet sie sich ohne Sahne bis zu drei Monate – die Sahne rührst du erst nach dem Auftauen unter.

Schmeckt die Suppe auch Kindern?

Ja, viele Kinder mögen die milde, cremige Variante sehr gern – vor allem mit einem Sahnehäubchen und Brotwürfeln zum Dippen. Wenn deine Kinder Bohnenkraut noch nicht kennen, dosiere es vorsichtig und schmecke die Suppe mild ab. Die knallgrüne Farbe macht neugierig und ist ein guter Gesprächseinstieg am Tisch.

Fazit: Dicke Bohnen Suppe Rezept selber machen lohnt sich

Dieses Dicke Bohnen Suppe Rezept zeigt, dass sich ein bisschen Pellarbeit richtig lohnt: Aus einfachen Zutaten entsteht eine Suppe, die nussig, cremig und wunderbar grün ist – ein Gericht, das nach Sommer schmeckt und trotzdem das ganze Jahr über gelingt, dank tiefgekühlter Bohnen.

Nimm dir die Zeit für die Vorbereitung, koche die Suppe sanft und schmecke sie am Ende sorgfältig ab. Mit knusprigem Brot dazu hast du ein vollständiges, sättigendes Essen, das auch Gäste überrascht – denn dicke Bohnen stehen viel zu selten auf dem Speiseplan. Viel Freude beim Kochen und Genießen!

Cremige Dicke-Bohnen-Suppe

Cremige Suppe aus doppelt gepellten dicken Bohnen mit Kartoffeln, Möhren und Bohnenkraut – in 50 Minuten fertig, nussig und samtig-grün.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten
Gericht Suppe
Portionen 4 Portionen
Kalorien 320 kcal

Zutaten
  

  • 1 kg Dicke Bohnen, gepellt frisch oder TK, bei frischen Hülsen ca. 2 kg Hülsen
  • 400 g Kartoffeln mehligkochend, geschält, gewürfelt
  • 2 Möhren geschält, gewürfelt
  • 2 Zwiebeln fein gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch fein gehackt
  • 1.2 Liter Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne oder pflanzliche Alternative
  • 2 Zweige Bohnenkraut, frisch oder 1 TL getrocknet, vor dem Pürieren entfernen
  • 1 EL Zitronensaft frisch gepresst
  • 2 EL Olivenöl oder Butter zum Andünsten
  • Salz, Pfeffer, Muskat nach Geschmack

Anleitungen
 

  • Dicke Bohnen aus den Hülsen lösen, 2 Minuten in Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken und aus der graugrünen Haut drücken. TK-Bohnen, sofern bereits gepellt, direkt verwenden.
  • Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln schälen und würfeln. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten, Möhren und Kartoffeln 2 Minuten mitdünsten.
  • Mit Gemüsebrühe ablöschen, Bohnenkraut einlegen und aufkochen. Die gepellten dicken Bohnen zugeben und bei mittlerer Hitze 20 Minuten leise köcheln lassen, bis alles weich ist.
  • Bohnenkrautzweige entfernen, die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren und die Sahne unterrühren.
  • Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken, kurz aufkochen lassen und bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen.
  • In vorgewärmten Schalen servieren, mit ganzen Bohnen, einem Sahnehäubchen und frischem Bohnenkraut garnieren. Dazu passt knuspriges Brot.

Notizen

Frische dicke Bohnen immer doppelt pellen, damit die Suppe glatt und grün wird. Ohne Sahne lässt sich die Suppe bis zu 3 Monate einfrieren; die Sahne erst nach dem Auftauen unterrühren. Reste halten sich 2–3 Tage im Kühlschrank.

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