Koreanische Suppe Rezept: 7 koreanische Suppen selber machen

Von feurig-scharf bis mild und nahrhaft: Die koreanische Küche kennt für fast jede Stimmung eine passende Suppe. Dieses Koreanische Suppe Rezept stellt dir sieben koreanische Suppen vor – vom berühmten Kimchi Jjigae über die milde Seetang-Suppe bis zur festlichen Hühnersuppe Samgyetang. Jede Suppe kommt mit Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung, sodass du sie zu Hause einfach nachkochen kannst.

Das Schöne an koreanischen Suppen: Sie leben von fermentierten, würzigen Aromen statt von langen Garzeiten. Kimchi, Gochujang, Sojabohnenpaste und Sesamöl geben den Brühen ihren typischen Charakter, Tofu, Reiskuchen und Nudeln machen sie sättigend. Die meisten Suppen aus dieser Liste sind in 30 bis 45 Minuten fertig – ideal für ein schnelles Abendessen unter der Woche. Passe die Schärfe einfach an deinen Geschmack an: Wer es milder mag, nimmt weniger Gochujang und Chili, wer es feurig liebt, gibt eine extra Chilischote oder einen Löffel Chiliflocken dazu.

Koreanische Suppe Rezept: Die 7 besten Suppen im Überblick

Alle sieben Suppen ergeben jeweils vier Portionen. Die Grundzutaten – Kimchi, Gochujang, Sojasauce, Sesamöl und Frühlingszwiebeln – findest du im Asia-Regal gut sortierter Supermärkte oder im Asia-Markt. Frisches Kimchi lohnt sich hier besonders: Je länger es gereift ist, desto würziger und säuerlicher schmeckt die Suppe. Als Beilage passt zu fast allen Suppen gedämpfter Reis oder Kimchi als kleiner Beilagenteller.

1. Kimchi Jjigae – die berühmte scharfe Kimchi-Suppe

Kimchi Jjigae ist die bekannteste koreanische Suppe überhaupt – scharf, säuerlich, herzhaft und wunderbar wärmend. Die Brühe wird mit reifem Kimchi, Gochujang und Schweinebauch gekocht, Tofu macht sie sättigend. Das ausführliche Einzelrezept mit allen Kniffen findest du in unserem Kimchi Suppe Rezept. Wichtig: Je reifer das Kimchi, desto besser schmeckt die Suppe – frisches, mildes Kimchi gibt deutlich weniger Aroma ab.

Zutaten

ZutatMenge
Reifes Kimchi, grob geschnitten400 g
Schweinebauch, in Streifen250 g
Seidentofu, gewürfelt300 g
Frühlingszwiebeln3 Stück
Knoblauch, gehackt3 Zehen
Gochujang (Chilipaste)1 EL
Sojasauce1 EL
Sesamöl1 TL
Zucker1 TL
Wasser oder leichte Brühe800 ml

Zubereitung

  1. Schweinebauch in einem Topf ohne zusätzliches Fett kurz anbraten, bis er leicht gebräunt ist.
  2. Kimchi und Knoblauch zugeben und 3 bis 4 Minuten mitbraten, bis das Kimchi duftet.
  3. Mit Wasser oder Brühe ablöschen, Gochujang einrühren und 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  4. Tofu vorsichtig unterheben und weitere 5 Minuten garen, damit er nicht zerfällt.
  5. Mit Sojasauce, Zucker und Sesamöl abschmecken, mit Frühlingszwiebeln bestreut und mit Reis servieren.

Achte darauf, den Tofu erst spät zuzugeben und die Suppe danach nicht mehr stark zu kochen – so bleibt er in schönen Würfeln. Für eine vegetarische Variante lässt du den Schweinebauch weg und nimmst Pilze sowie etwas mehr Kimchi; die Suppe bleibt trotzdem kräftig und würzig.

2. Sundubu Jjigae – weiche Tofu-Suppe mit Ei

Sundubu Jjigae ist die seidige Schwester des Kimchi Jjigae: Weicher Seidentofu schwimmt in einer würzigen, oft scharfen Brühe, ein rohes Ei wird direkt in der heißen Suppe gestockt. Sie ist die richtige Wahl, wenn du etwas Wärmendes, aber nicht zu Schweres suchst. Eine ähnlich milde, meeresfrische Richtung schlägt unsere Seetang Suppe ein, die ebenfalls schnell auf dem Tisch steht.

Zutaten

ZutatMenge
Seidentofu500 g
Gemüsebrühe oder Wasser700 ml
Kimchi, fein geschnitten150 g
Champignons, in Scheiben150 g
Frühlingszwiebeln2 Stück
Knoblauch, gehackt2 Zehen
Gochugaru (Chiliflocken)1–2 EL
Sojasauce1 EL
Sesamöl1 TL
Eier4 Stück

Zubereitung

  1. Knoblauch und Gochugaru in Sesamöl kurz anschwitzen, ohne dass die Chiliflocken verbrennen.
  2. Kimchi und Champignons zugeben und 3 Minuten mitbraten.
  3. Mit Brühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Seidentofu in großen Löffeln in die Suppe gleiten lassen und vorsichtig erwärmen.
  5. Mit Sojasauce abschmecken, je ein Ei in jede Portion schlagen und mit Frühlingszwiebeln servieren.

Der Tofu soll in der Suppe in weichen, wolkigen Stücken bleiben – rühre deshalb nach dem Zugeben nur noch ganz vorsichtig. Wer es milder mag, nimmt weniger Gochugaru und mehr Brühe; wer Meeresfrüchte mag, gibt Garnelen oder Muscheln dazu.

3. Miyeokguk – milde Seetang-Suppe für jeden Tag

Miyeokguk ist die milde Alltagssuppe Koreas – leicht, mineralisch und in Korea traditionell die Suppe zum Geburtstag und nach der Geburt. Getrockneter Wakame-Seetang, Rindfleisch oder Muscheln und eine klare Brühe ergeben eine Suppe, die auch Kinder gern essen. Das ausführliche Einzelrezept findest du in unserer Seetang Suppe – dort steht auch, wie lange der Seetang einweichen muss.

Zutaten

ZutatMenge
Getrockneter Wakame-Seetang20 g
Rindfleisch, in Streifen (oder Muscheln)200 g
Knoblauch, gehackt2 Zehen
Sojasauce2 EL
Sesamöl1 EL
Wasser1 l
Frühlingszwiebeln2 Stück
Salz und Pfeffernach Geschmack

Zubereitung

  1. Seetang 15 bis 20 Minuten in kaltem Wasser einweichen, abgießen und grob schneiden.
  2. Rindfleisch mit Sesamöl, Knoblauch und der Hälfte der Sojasauce kurz anbraten.
  3. Seetang zugeben und 2 Minuten mitbraten.
  4. Mit Wasser ablöschen und 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  5. Mit restlicher Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken, mit Frühlingszwiebeln und Reis servieren.

Der Seetang quillt stark auf – erschrick nicht über die kleine Trockenmenge, sie reicht für vier Portionen. Die Suppe schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil der Seetang dann noch mehr Aroma an die Brühe abgegeben hat.

4. Tteokguk – festliche Reiskuchen-Suppe zum Neujahr

Tteokguk isst man in Korea traditionell zum Neujahr – ein Teller soll ein Lebensjahr schenken. Die weichen, ovalen Reiskuchen schwimmen in einer klaren Rinder- oder Hühnerbrühe, garniert mit Eistreifen, Frühlingszwiebeln und geröstetem Seetang. Eine verwandte Suppe mit Teigtaschen statt Reiskuchen ist unsere Dumpling Suppe, die nach dem gleichen Prinzip funktioniert: Einlage in klarer, würziger Brühe.

Zutaten

ZutatMenge
Reiskuchen (Tteok), oval geschnitten500 g
Rinder- oder Hühnerbrühe1,2 l
Rindfleisch, hauchdünn geschnitten200 g
Eier, verquirlt2 Stück
Knoblauch, gehackt2 Zehen
Sojasauce2 EL
Sesamöl1 TL
Frühlingszwiebeln3 Stück
Gerösteter Seetang (Gim), in Streifen1 Blatt

Zubereitung

  1. Reiskuchen 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen, abgießen.
  2. Brühe mit Knoblauch aufkochen, Rindfleisch zugeben und 5 Minuten ziehen lassen.
  3. Reiskuchen zugeben und 5 bis 7 Minuten kochen, bis sie weich und leicht durchscheinend sind.
  4. Mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.
  5. Eier in dünnem Strahl einrühren, kurz stocken lassen und mit Frühlingszwiebeln und Seetangstreifen servieren.

Die Reiskuchen garen schnell und werden bei zu langem Kochen matschig – nimm sie lieber eine Minute zu früh vom Herd, sie ziehen in der heißen Brühe noch nach. Tteok findest du tiefgekühlt oder vakuumiert im Asia-Markt.

5. Ramyeon – koreanische Nudelsuppe, selbst gemacht

Ramyeon ist Koreas berühmteste Nudelsuppe – würzig, schnell und unendlich wandelbar. Statt der Tütenvariante kochst du hier die Brühe selbst: mit Gochujang, Sojasauce und viel Gemüse, dazu Nudeln, Ei und Toppings nach Wahl. Wer Nudelsuppen liebt, findet eine weitere asiatische Variante in unserem Ramen Suppe Rezept und eine Nudelsuppe mit Pak Choi im Pak Choi Ramen Rezept.

Zutaten

ZutatMenge
Ramyeon-Nudeln (ohne Würzpulver)4 Portionen
Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe1,2 l
Gochujang2 EL
Sojasauce2 EL
Knoblauch, gehackt3 Zehen
Frühlingszwiebeln4 Stück
Champignons, in Scheiben150 g
Pak Choi oder Spinat200 g
Eier, weich gekocht4 Stück
Sesamöl und Sesamnach Geschmack

Zubereitung

  1. Brühe mit Gochujang, Sojasauce und Knoblauch aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.
  2. Champignons und Pak Choi zugeben und 3 Minuten garen.
  3. Nudeln zugeben und nach Packungsangabe, meist 3 bis 4 Minuten, kochen.
  4. Mit Sesamöl abschmecken und auf Schalen verteilen.
  5. Mit halbierten Eiern, Frühlingszwiebeln und Sesam toppen und sofort servieren.

Die Nudeln saugen schnell Flüssigkeit auf – serviere Ramyeon deshalb sofort und koche Reste getrennt: Brühe und Nudeln getrennt aufbewahren und erst beim Aufwärmen wieder zusammenführen.

6. Doenjang Jjigae – herzhafter Sojabohnenpaste-Eintopf

Doenjang Jjigae ist Koreas herzhafter Alltagseintopf: Fermentierte Sojabohnenpaste gibt der Brühe eine tiefe, salzige Würze, Zucchini, Tofu, Pilze und Kartoffeln machen ihn zu einer vollwertigen Mahlzeit. Eine verwandte Suppe mit fermentierter Paste ist unsere Miso Suppe – dort erfährst du, wie fermentierte Pasten richtig dosiert werden. Wer einen Überblick über asiatische Suppen sucht, findet ihn in unserem Asiatische Suppe Rezept.

Zutaten

ZutatMenge
Doenjang (Sojabohnenpaste)3 EL
Wasser oder Reiswaschwasser1 l
Fester Tofu, gewürfelt300 g
Zucchini, halbiert und geschnitten1 Stück
Kartoffel, gewürfelt1 Stück
Zwiebel, gewürfelt1 Stück
Champignons150 g
Knoblauch, gehackt3 Zehen
Frühlingszwiebeln3 Stück
Chilischote (optional)1 Stück

Zubereitung

  1. Wasser mit Doenjang verrühren und aufkochen.
  2. Kartoffel und Zwiebel zugeben und 10 Minuten köcheln lassen.
  3. Zucchini, Champignons und Knoblauch zugeben und weitere 7 Minuten garen.
  4. Tofu vorsichtig unterheben und 3 Minuten ziehen lassen.
  5. Mit Frühlingszwiebeln und nach Wunsch Chilischote servieren, dazu passt Reis.

Doenjang ist von Marke zu Marke unterschiedlich salzig – schmecke die Suppe erst ab, bevor du zusätzlich Sojasauce zugibst. Reste schmecken am nächsten Tag oft noch kräftiger, weil die Paste weiter durchzieht.

7. Samgyetang – nahrhafte Hühnersuppe mit Ginseng

Samgyetang ist Koreas festliche Kraftsuppe: Ein junges Hähnchen wird mit Klebreis, Ginseng, Jujuben und Knoblauch gefüllt und in klarer Brühe sanft gegart, bis das Fleisch vom Knochen fällt. Traditionell isst man sie an den heißesten Sommertagen, um den Körper zu stärken. Eine weitere würzige asiatische Suppe mit ganz anderem Charakter ist unsere Szechuan Suppe – dort steht die betäubende Schärfe im Vordergrund, hier die milde, klare Würze.

Zutaten

ZutatMenge
Junge Hähnchen (à ca. 500 g)4 Stück
Klebreis, eingeweicht200 g
Ginsengwurzel, getrocknet4 kleine Stücke
Getrocknete Jujuben (rote Datteln)8 Stück
Knoblauchzehen12 Stück
Frühlingszwiebeln4 Stück
Ingwer, in Scheiben20 g
Salz und Pfefferzum Abschmecken
Wasser2,5 l

Zubereitung

  1. Klebreis 30 Minuten einweichen, abgießen und mit je einer Ginsengwurzel, 2 Jujuben und 3 Knoblauchzehen in die Hähnchen füllen.
  2. Öffnungen mit Zahnstochern oder Küchengarn verschließen.
  3. Hähnchen mit Ingwer und restlichem Knoblauch in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken.
  4. Aufkochen, Schaum abschöpfen und bei kleiner Hitze 60 bis 70 Minuten sanft garen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Frühlingszwiebeln und Reis servieren.

Die Suppe soll nur leise simmern, nicht sprudelnd kochen – so bleibt die Brühe klar und das Fleisch saftig. Die Füllung aus Klebreis wird mitgegessen und macht die Suppe besonders sättigend.

Tipps für koreanische Suppen

Ein guter Asia-Vorrat ist die halbe Arbeit: Gochujang, Gochugaru, Doenjang, Sojasauce, Sesamöl und Reiswein halten sich lange und reichen für viele Suppen. Kimchi kaufst du am besten im Asia-Markt, wo es oft in mehreren Reifestufen angeboten wird – für Jjigae nimmst du bewusst das reifere, säuerlichere. Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer gehören in fast jede koreanische Suppe und sollten immer frisch sein. Dieses Koreanische Suppe Rezept zeigt: Wer die Brühe einmal richtig würzt, kann die Einlagen fast beliebig tauschen.

Variationen

Fast jede Suppe aus dieser Liste lässt sich vegetarisch kochen: Ersetze Fleisch durch Tofu, Pilze oder Tempeh und Fischsauce durch Sojasauce. Wer es schärfer mag, gibt Gochugaru oder frische Chilischoten dazu; wer es milder mag, nimmt weniger Chilipaste und mehr Brühe. Im Winter passen deftigere Einlagen wie Schweinebauch und Reiskuchen, im Sommer leichtere wie Seetang, Tofu und viel Frühlingsgemüse. Auch Reste lassen sich gut verwerten: Übrig gebliebenes Kimchi wird zur nächsten Jjigae, übrige Brühe zur Basis für Ramyeon.

FAQ

Welche koreanische Suppe ist die bekannteste?

Kimchi Jjigae ist international die bekannteste koreanische Suppe – scharf, säuerlich und mit Tofu und Schweinebauch. Daneben sind Ramyeon und Sundubu Jjigae besonders beliebt, weil sie schnell gekocht sind und sich leicht anpassen lassen.

Wo kaufe ich Zutaten wie Gochujang und Doenjang?

Gochujang, Doenjang, Gochugaru, Tteok und Kimchi findest du im Asia-Markt oder im Asia-Regal gut sortierter Supermärkte. Online-Asia-Shops führen meist eine größere Auswahl, auch an verschiedenen Reifestufen von Kimchi.

Kann ich koreanische Suppen vegetarisch kochen?

Ja, fast alle Suppen aus dieser Liste lassen sich vegetarisch abwandeln: Fleisch ersetzt du durch Tofu, Pilze oder Tempeh, Fischsauce durch Sojasauce. Die Aromaten – Kimchi, Chilipaste, Sesamöl und Knoblauch – sind ohnehin pflanzlich und tragen den typischen Geschmack.

Wie scharf sind koreanische Suppen wirklich?

Das hängt stark von der Sorte ab: Miyeokguk und Samgyetang sind gar nicht scharf, Sundubu Jjigae und Kimchi Jjigae deutlich schärfer. In allen Rezepten dieser Liste kannst du die Chilidosis selbst bestimmen – beginne mit der Hälfte der angegebenen Menge und schmecke nach.

Fazit

Mit diesen sieben Suppen hast du die ganze Bandbreite der koreanischen Suppenküche in einer Liste: feuriges Kimchi Jjigae, seidiges Sundubu Jjigae, milde Seetang-Suppe, festliches Tteokguk, schnelle Ramyeon, herzhaftes Doenjang Jjigae und nahrhaftes Samgyetang. Ein Koreanische Suppe Rezept für jeden Geschmack – und jede Suppe lässt sich mit der Chilidosis an deine Vorlieben anpassen.

Starte am besten mit der Suppe, die dich am meisten anspricht, und koche dich dann durch die Liste. Die Grundzutaten bleiben fast immer gleich, sodass der Vorratsschrank nach dem ersten Einkauf für viele weitere Suppen gerüstet ist. Viel Freude beim Nachkochen!

You might also like these recipes

Schreibe einen Kommentar