Mild, cremig und angenehm würzig: Dieses Rettich Suppe Rezept verwandelt weißen Rettich in eine samtige Suppe, die nach Herbst und Winter schmeckt und trotzdem leicht bleibt. Weißer Rettich wird oft nur roh als Brotzeit genossen, doch gekocht verliert er seine pfeffrige Schärfe fast vollständig und wird butterweich, mild und wunderbar aromatisch.
Das Geheimnis dieser Suppe liegt in der richtigen Kombination: Rettich allein würde eine eher dünne Suppe ergeben, doch zusammen mit mehligkochenden Kartoffeln wird sie von allein cremig und sämig, ganz ohne viel Sahne. Eine gute Gemüsebrühe, sanft angedünstete Zwiebeln und ein Spritzer Zitrone am Ende runden den Geschmack ab und lassen den Rettich fein und frisch wirken, statt aufdringlich.
Unten findest du die Zutatenliste als übersichtliche Tabelle, die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bild, viele Tipps rund um Kauf, Lagerung und Zubereitung von Rettich sowie Antworten auf die häufigsten Fragen – von der richtigen Rettichsorte bis zur veganen Variante und zur Haltbarkeit im Kühlschrank.
Warum diese Rettichsuppe immer gelingt
Eine gute Rettichsuppe braucht keine exotischen Zutaten, sondern drei einfache Entscheidungen: einen frischen, festen Rettich, eine cremige Kartoffelbasis und ein kurzes, schonendes Pürieren am Ende. Die Kartoffeln geben der Suppe nicht nur Bindung, sondern auch eine milde, runde Grundlage, auf der der feine Rettichgeschmack glänzen kann, ohne zu scharf zu wirken. Die Zwiebel sorgt für Tiefe, die Sahne rundet alles sanft ab.
Besonders praktisch ist diese Suppe im Alltag: Sie steht in gut einer halben Stunde auf dem Tisch, braucht nur einen Topf und schmeckt am nächsten Tag fast noch besser, wenn sie gut durchgezogen ist. Als Vorspeise reicht sie für vier Personen, als leichtes Hauptgericht mit Brot, gerösteten Kernen oder einem pochierten Ei wird sie auch hungrige Esser satt. Bei diesem Rettich Suppe Rezept kommt der Rettich erst nach dem Andünsten in den Topf, sodass er gleichmäßig gart und sein Aroma voll entfalten kann.
Weißer Rettich, schwarzer Rettich oder Meerrettich?
Hier ist eine wichtige Unterscheidung, denn die Namen werden oft verwechselt: Dieses Rezept verwendet weißen Rettich, den langen, weißen Winterrettich aus dem Gemüseregal, der auch als bayerischer Rettich bekannt ist. Schwarzer Winterrettich ist deutlich schärfer und kleiner, Meerrettich ist eine ganz andere Pflanze mit einer intensiven, senfartigen Schärfe, die vor allem gerieben verwendet wird. Wer eine cremige, milde Suppe sucht, greift also unbedingt zum weißen Rettich.
| Sorte | Geschmack | Für diese Suppe geeignet? |
|---|---|---|
| Weißer Rettich (dieses Rezept) | Mild, frisch, leicht pfeffrig | Ja, ideal – wird gekocht butterweich |
| Schwarzer Winterrettich | Deutlich schärfer, herber | Nur gemischt, höchstens ein kleines Stück |
| Meerrettich | Intensiv scharf, senfartig | Nein – passt eher gerieben als Würze |
| Radieschen | Mild-scharf, knackig | Nur als Deko, nicht als Suppenbasis |
Wer Meerrettich im Kühlschrank hat und eine Suppe mit dessen kräftiger Schärfe sucht, kocht am besten eine eigene Meerrettichsuppe statt die Mengen hier einfach zu übernehmen – die beiden Gemüse schmecken grundverschieden. Eine gute Orientierung bietet unsere Meerrettichsuppe, die bewusst auf die würzige Schärfe des Meerrettichs setzt.
Zutaten für das Rettich Suppe Rezept
Für 4 Portionen brauchst du nur wenige Zutaten. Achte beim Rettich auf eine feste, schwere Knolle ohne weiche Stellen und ohne Risse. Ein mittelgroßer weißer Rettich wiegt etwa 400 Gramm – genau die Menge, die diese Suppe braucht, um deutlich nach Rettich zu schmecken, ohne zu scharf zu werden.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Weißer Rettich | 400 g |
| Kartoffeln, mehligkochend | 400 g |
| Zwiebel | 1 Stück |
| Knoblauchzehe | 1 Stück |
| Butter | 20 g |
| Gemüsebrühe | 800 ml |
| Sahne | 150 ml |
| Salz | 1 Prise |
| Pfeffer, frisch gemahlen | 1 Prise |
| Muskatnuss, frisch gerieben | 1 Prise |
| Zitronensaft, frisch gepresst | 1 EL |
| Schnittlauch, frisch | 1 Bund, zum Servieren |
| Croûtons | 1 Handvoll, zum Servieren |
Der Rettich: Er ist das Herzstück des Rezepts. Schäle ihn dünn, denn direkt unter der Schale sitzen viele Aromastoffe, und schneide ihn in etwa einen Zentimeter große Würfel, damit er gleichmäßig gart. Frischer Rettich knackt beim Anschneiden, riecht angenehm frisch und hat ein festes, saftiges Inneres ohne holzige Stellen.
Die Kartoffeln: Mehligkochende Sorten zerfallen beim Kochen leicht und machen die Suppe von allein cremig, ohne dass viel Sahne nötig wäre. Festkochende Kartoffeln funktionieren auch, die Suppe wird dann aber etwas weniger samtig und braucht eventuell einen Schuss Sahne mehr.
Die Sahne: Sie sorgt für den feinen Schmelz und mildert die restliche Schärfe des Rettichs. Wer es leichter mag, ersetzt die Hälfte durch Milch. Für die vegane Variante nimmst du Olivenöl statt Butter und eine pflanzliche Cuisine auf Hafer- oder Sojabasis.
Schritt-für-Schritt Zubereitung
Vorbereiten und andünsten
Rettich und Kartoffeln vorbereiten: Schäle den Rettich dünn und schneide ihn in etwa einen Zentimeter große Würfel. Schäle die Kartoffeln, wasche sie und schneide sie ebenfalls in Würfel von ähnlicher Größe. Je gleichmäßiger die Würfel sind, desto gleichmäßiger garen Rettich und Kartoffeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln beziehungsweise hacken.
Andünsten: Zerlasse die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Dünste Zwiebel und Knoblauch darin etwa drei Minuten glasig an, ohne dass sie Farbe annehmen. So entsteht eine milde, süßliche Basis, die die Suppe trägt, ohne den Rettich zu überdecken.
Kochen, pürieren und abschmecken
Rettich und Kartoffeln garen: Gib die Rettich- und Kartoffelwürfel sowie die Gemüsebrühe in den Topf, bringe alles zum Kochen und lasse es bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten leise köcheln, bis Rettich und Kartoffeln weich sind und beim Andrücken leicht zerfallen. Rühre zwischendurch einmal um, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Pürieren: Nimm den Topf vom Herd und püriere die Suppe sofort mit dem Stabmixer fein und glatt. Arbeite zügig und püriere nicht länger als nötig – so bleibt die Suppe hell, cremig und frisch im Geschmack. Wer sie besonders fein mag, streicht sie zusätzlich durch ein feines Sieb.
Verfeinern und servieren: Rühre die Sahne und den Zitronensaft unter und schmecke mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab. Erhitze die Suppe nur noch sanft, lasse sie aber nicht mehr stark kochen, sonst verliert sie an Frische. Verteile sie auf vorgewärmte Teller, streue Schnittlauch und Croûtons darüber und serviere sie sofort.
Tipps und Tricks für die perfekte Rettichsuppe
- Rettich frisch einkaufen: Ein guter Rettich fühlt sich schwer und fest an und hat eine glatte, unbeschädigte Schale. Weiche oder schrumpelige Stellen deuten auf längere Lagerung hin und können holzig schmecken.
- Gleichmäßig würfeln: Rettich braucht etwas länger als Kartoffeln, deshalb lieber etwas kleiner schneiden als die Kartoffeln, damit beides gleichzeitig weich wird.
- Schärfe zähmen: Wer es besonders mild mag, blanchiert die Rettichwürfel vor dem Kochen zwei Minuten in Salzwasser und gießt das Wasser ab. Ein Teil der Schärfe geht so verloren.
- Nicht mehr stark kochen lassen: Nach dem Pürieren nur noch sanft erwärmen. Einmal stark aufgekocht, verliert die Suppe schnell ihren feinen, frischen Geschmack.
- Teller vorwärmen: Kalte Teller kühlen eine feine Suppe schnell aus. Einfach kurz mit heißem Wasser ausspülen und abtrocknen.
- Beim Pürieren aufpassen: Heiße Suppe spritzt leicht. Den Stabmixer immer vollständig eintauchen, bevor du ihn einschaltest, und den Topf mit einem Tuch abdecken, wenn nötig.
- Reste richtig aufbewahren: Im Kühlschrank hält sich die Suppe in einem geschlossenen Gefäß zwei bis drei Tage. Beim Aufwärmen nur sanft erhitzen und frischen Schnittlauch darüberstreuen – so schmeckt sie fast wie frisch gekocht.
Leckere Variationen zum Ausprobieren
Vegane Rettichsuppe: Ersetze die Butter durch Olivenöl und die Sahne durch Hafer- oder Sojacuisine. Achte auf eine rein pflanzliche Gemüsebrühe. Der Geschmack bleibt frisch und mild, die Suppe wird nur etwas leichter.
Mit gerösteten Kernen: Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne, kurz in einer trockenen Pfanne geröstet, geben der samtigen Suppe einen schönen Kontrast. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl obendrauf runden das Ganze ab.
Mit pochiertem Ei: Als sättigendes Hauptgericht passt ein pochiertes Ei hervorragend dazu. Das weiche Eigelb vermischt sich beim Essen mit der Suppe und macht sie noch cremiger. Dazu knuspriges Brot servieren.
Schärfer mit Ingwer: Ein kleines Stück frischer Ingwer, mit den Zwiebeln angedünstet, gibt der Suppe eine warme, angenehme Würze. Vorsichtig dosieren, damit der Rettichgeschmack nicht überdeckt wird.
Das passt dazu: Als klassische Begleitung passt knuspriges Brot, aber auch eine deftige Kartoffelsuppe als zweiter Gang im Suppenmenü funktioniert gut. Wer es gern abwechslungsreich mag, kombiniert die Rettichsuppe an einem anderen Tag mit unserer Kartoffelsuppe als sättigende Alternative für die Familie. Rettich wird in der traditionellen Küche seit Langem als würziges Wintergemüse geschätzt, doch wer bei bestimmten Beschwerden unsicher ist, ob scharfe Rettichgerichte gut verträglich sind, fragt am besten eine Ärztin, einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft, statt sich auf allgemeine Küchentipps zu verlassen.
FAQ
Welcher Rettich eignet sich für die Suppe?
Weißer Winterrettich, auch bayerischer Rettich genannt, ist die beste Wahl: Er ist groß, mild und wird beim Kochen butterweich. Schwarzer Rettich ist deutlich schärfer und eignet sich höchstens in kleiner Menge gemischt dazu. Radieschen sind keine Alternative als Suppenbasis, sie eignen sich nur als knackige Deko.
Kann man die Suppe einfrieren?
Ja, aber am besten ohne Sahne. Friere die pürierte Rettich-Kartoffel-Basis ein und rühre die Sahne erst nach dem Auftauen frisch ein. So bleibt die Konsistenz cremig und der Geschmack frischer. Im Gefrierschrank hält sie sich bis zu drei Monate. Nach dem Auftauen nur sanft erwärmen und frischen Schnittlauch darüberstreuen.
Warum schmeckt meine Rettichsuppe zu scharf?
Meistens wurde ein zu scharfer Rettich verwendet oder die Würfel waren zu groß und damit ungleichmäßig gegart. Greife unbedingt zu weißem Rettich, schneide ihn eher klein und blanchiere ihn bei Bedarf zwei Minuten vor. Auch ein Schuss mehr Sahne und eine Prise Zucker können die Schärfe sanft abmildern, ohne den Charakter der Suppe zu verändern.
Wie lange hält sich die Rettichsuppe im Kühlschrank?
In einem geschlossenen Gefäß hält sie sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen nur sanft erhitzen und nicht mehr stark kochen lassen. Frischer Schnittlauch und knusprige Croûtons erst beim Servieren darübergeben, dann schmeckt die aufgewärmte Suppe fast wie frisch gekocht. Bei diesem Rettich Suppe Rezept lohnt sich das Vorkochen also auch für den nächsten Tag.
Fazit: Rettichsuppe selber machen ist kinderleicht
Dieses Rettich Suppe Rezept beweist: Für eine Suppe mit Charakter braucht es keine langen Zutatenlisten, sondern nur frischen weißen Rettich, gute Kartoffeln und das richtige Timing beim Pürieren. In 35 Minuten steht eine helle, samtige Suppe auf dem Tisch, die als Vorspeise ebenso überzeugt wie als leichtes Hauptgericht mit Brot.
Koche die Basis in Ruhe, püriere sie fein und serviere die Suppe sofort, solange sie schön cremig und frisch ist. Ob als wärmende Vorspeise im Winter oder als leichtes Abendessen zwischendurch – diese Suppe macht aus einem unscheinbaren Wintergemüse einen echten Star auf dem Teller. Viel Spaß beim Kochen und Genießen!
Cremige Rettichsuppe
Zutaten
- 400 g Weißer Rettich geschält und gewürfelt
- 400 g Kartoffeln, mehligkochend geschält und gewürfelt
- 1 Zwiebel fein gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe fein gehackt
- 20 g Butter oder Olivenöl für die vegane Variante
- 800 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Sahne oder Hafercuisine
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- 1 EL Zitronensaft frisch gepresst
- 1 Bund Schnittlauch, frisch zum Servieren
- 1 Handvoll Croûtons zum Servieren
Anleitungen
- Rettich dünn schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln bzw. hacken.
- Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen und Zwiebel und Knoblauch darin etwa 3 Minuten glasig andünsten, ohne dass sie Farbe annehmen.
- Rettich- und Kartoffelwürfel sowie die Gemüsebrühe zugeben, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, bis alles weich ist.
- Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit dem Stabmixer fein und glatt pürieren. Wer sie besonders fein mag, streicht sie zusätzlich durch ein Sieb.
- Sahne und Zitronensaft unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken, nur noch sanft erwärmen und mit Schnittlauch und Croûtons servieren.




