Zuckerhut Rezept Suppe: Cremig & mild in 35 Minuten

Ein milder, leicht bitterer Chicorée, der in der Suppe wunderbar cremig wird – hast du Zuckerhut schon einmal als Suppe probiert? Diese Zuckerhut Rezept Suppe verwandelt den knackigen Salat aus dem Wintergemüse-Regal in ein wärmendes, samtiges Gericht, das in nur 35 Minuten auf dem Tisch steht.

Zuckerhut, auch Zuckerhut-Chicorée genannt, ist ein enger Verwandter von Chicorée und Radicchio. Er schmeckt deutlich milder als sein Ruf vermuten lässt, vor allem wenn er kurz angedünstet und mit Kartoffeln und Sahne püriert wird. Das Ergebnis ist eine Suppe mit feiner Bitternote, die wunderbar zu knusprigem Brot passt.

Ob als leichtes Abendessen nach einem langen Tag, als Vorspeise für Gäste oder als wärmende Mahlzeit an kalten Wintertagen: Diese Suppe ist einfach zu kochen, gelingt auch Kochanfängern und lässt sich mit wenigen Zutaten immer wieder abwandeln. Dazu brauchst du nur einen Topf, einen Pürierstab und etwa eine halbe Stunde Zeit.

Warum Zuckerhut in der Suppe so gut schmeckt

Roher Zuckerhut kann ziemlich knackig und herb sein – genau das macht ihn im Salat so beliebt. In der Suppe zeigt er eine ganz andere Seite: Beim Andünsten in Butter verliert er einen großen Teil seiner Bitterkeit, und durch das Pürieren mit Kartoffeln wird er angenehm mild und cremig. Bei dieser Zuckerhut Rezept Suppe bleibt nur eine feine, appetitanregende Bitternote übrig, die das Gericht spannend macht und es von klassischen Gemüsesuppen abhebt.

Außerdem ist Zuckerhut ein echtes Wintergemüse: Er ist von Herbst bis Frühjahr gut erhältlich, lässt sich problemlos einige Tage im Kühlschrank lagern und ist preiswert. Damit ist er eine schöne Alternative, wenn man vom üblichen Kürbis oder Brokkoli einmal genug hat und trotzdem etwas Saisonales kochen möchte.

So mild wird die Suppe garantiert

Die Bitterkeit des Zuckerhuts lässt sich mit ein paar einfachen Tricks gut steuern. Wer es besonders mild mag, sollte die äußeren, dunkleren Blätter entfernen und den Strunk großzügig herausschneiden – dort sitzen die meisten Bitterstoffe. Auch ein Schuss Sahne, eine Prise Zucker oder ein Spritzer Zitronensaft am Ende runden den Geschmack ab und machen die Suppe angenehm ausgewogen.

MaßnahmeWirkung auf den Geschmack
Äußere Blätter entfernenDeutlich milder, weniger herb
Strunk herausschneidenBitterstoffe werden reduziert
In Butter andünstenRundet die Bitternote ab
Mit Kartoffeln pürierenCremig, sättigend, mild
Sahne und Zitronensaft dazuAusgewogen und fein im Abgang

Zutaten für das Zuckerhut Rezept Suppe

Für 4 Portionen brauchst du nur wenige, gut erhältliche Zutaten. Achte beim Einkauf auf einen festen, frischen Zuckerhut ohne braune Stellen – er sollte sich schwer anfühlen und knackig aussehen. Die Kartoffeln sorgen für die cremige Bindung, du kannst also auf zusätzliches Mehl oder Stärke verzichten.

ZutatMenge
Zuckerhut1 Stück (ca. 500 g)
Kartoffeln, mehligkochend400 g
Zwiebel1 Stück
Knoblauchzehen2 Stück
Butter2 EL
Gemüsebrühe800 ml
Sahne200 ml
Zitronensaft, frisch gepresst1 EL
Salz1 TL, nach Geschmack
Pfeffer, frisch gemahlen1 Prise
Muskatnuss, frisch gerieben1 Prise
Petersilie, glatt2 EL, gehackt

Der Zuckerhut: Er ist das Herzstück des Rezepts. Entferne welke Außenblätter, halbiere den Kopf, schneide den harten Strunk keilförmig heraus und schneide die Blätter in feine Streifen. So gart er gleichmäßig und lässt sich später fein pürieren.

Die Kartoffeln: Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen leicht und machen die Suppe von selbst sämig. Festkochende Sorten funktionieren auch, die Suppe wird dann etwas weniger cremig – gib in diesem Fall einfach etwas mehr Sahne dazu.

Die Sahne: Sie macht die Suppe rund und mild. Wer es leichter mag, ersetzt die Hälfte der Sahne durch Milch oder lässt sie ganz weg und serviert nur einen kleinen Klecks Crème fraîche als Topping. Für eine vegane Variante eignen sich Hafer- oder Sojacreme sehr gut.

Schritt-für-Schritt Zubereitung

Die Zuckerhut Rezept Suppe gelingt in vier einfachen Schritten: Gemüse vorbereiten, andünsten, weich kochen und fein pürieren. Du brauchst dafür nur einen großen Topf und einen Pürierstab – ein Standmixer funktioniert genauso gut, dann püriere die Suppe aber in zwei Portionen, damit nichts überschwappt.

Gemüse vorbereiten

Zuckerhut putzen: Entferne die äußeren Blätter, halbiere den Zuckerhut längs und schneide den harten Strunk keilförmig heraus. Schneide die Blätter quer in etwa ein Zentimeter breite Streifen und wasche sie gründlich in kaltem Wasser, da sich zwischen den Blättern oft etwas Sand versteckt.

Kartoffeln und Zwiebeln schälen: Schäle die Kartoffeln und schneide sie in kleine Würfel, damit sie schneller garen. Schäle die Zwiebel und würfle sie fein, den Knoblauch hackst du ebenfalls klein. Kleine Würfel bedeuten kurze Garzeit – das spart Energie und erhält den Geschmack.

Andünsten und kochen

Butter zerlassen: Erhitze die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze, bis sie leicht schäumt. Dünste die Zwiebelwürfel darin etwa drei Minuten glasig an, gib dann den Knoblauch dazu und rühre ihn nur kurz unter, damit er nicht bitter wird.

Zuckerhut dazugeben: Gib die Zuckerhutstreifen in den Topf und dünste sie unter Rühren etwa fünf Minuten mit, bis sie deutlich zusammengefallen sind und leicht glänzen. Dieser Schritt ist wichtig, denn er nimmt dem Gemüse einen großen Teil seiner Bitterkeit.

Brühe angießen und garen: Gib die Kartoffelwürfel dazu, gieße die Gemüsebrühe an und bringe alles zum Kochen. Lasse die Suppe dann zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 15 Minuten leise köcheln, bis die Kartoffeln weich sind und fast zerfallen.

Pürieren und abschmecken

Fein pürieren: Nimm den Topf vom Herd und püriere die Suppe mit dem Pürierstab, bis sie ganz glatt und samtig ist. Ist sie dir zu dick, gib schluckweise noch etwas Brühe oder Wasser dazu, bis die Konsistenz passt – sie sollte cremig vom Löffel laufen, aber nicht wässrig sein.

Sahne unterrühren: Rühre die Sahne ein und erwärme die Suppe noch einmal kurz, ohne sie stark kochen zu lassen. Schmecke sie dann mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dem Zitronensaft ab. Der Zitronensaft ist kein Muss, er hebt aber die feine Bitternote des Zuckerhuts schön hervor.

Servieren: Verteile die Suppe auf vorgewärmte Teller oder Schüsseln, gib einen kleinen Klecks Sahne obendrauf und streue die gehackte Petersilie darüber. Dazu passt knuspriges Baguette, geröstetes Brot oder ein paar knusprige Croûtons – und wer mag, reicht geriebenen Parmesan dazu.

Tipps und Tricks für die perfekte Zuckerhutsuppe

  • Frisch einkaufen: Ein guter Zuckerhut fühlt sich fest und schwer an, die Blätter sind knackig und ohne braune Ränder. Im Gemüsefach hält er sich problemlos drei bis vier Tage.
  • Strunk großzügig entfernen: Im Strunk und in den äußeren Blättern sitzen die meisten Bitterstoffe. Wer sie entfernt, bekommt eine deutlich mildere Suppe.
  • Nicht zu lange kochen: Sobald die Kartoffeln weich sind, ist die Suppe fertig. Langes Weiterkochen macht den Zuckerhut nur dunkler und bitterer, ohne dass der Geschmack besser wird.
  • Pürieren in Ruhe: Püriere gründlich und lieber etwas länger – nur so wird die Suppe wirklich samtig. Ein Standmixer liefert oft das feinste Ergebnis, arbeite dann aber in zwei Portionen.
  • Am nächsten Tag noch besser: Wie viele Suppen schmeckt auch diese am zweiten Tag oft noch runder, weil sich die Aromen über Nacht verbinden. Erwärme sie langsam und rühre sie gut durch.
  • Einfrieren möglich: Die Suppe lässt sich ohne Sahne gut einfrieren und bis zu drei Monate aufbewahren. Die Sahne rührst du erst nach dem Auftauen und Erwärmen ein.

Leckere Variationen zum Ausprobieren

Mit Speck und Croûtons: Knusprig gebratene Speckwürfel und in Butter geröstete Brotwürfel machen aus der Suppe ein deftiges Abendessen. Streue beides erst kurz vor dem Servieren darüber, damit es knusprig bleibt.

Fein mit Birne: Eine geschälte, gewürfelte Birne, die mit den Kartoffeln gekocht wird, gibt der Suppe eine sanfte Süße, die wunderbar zur Bitternote des Zuckerhuts passt. Ein Schuss Birnensaft im Teller verstärkt den Effekt noch.

Asiatisch angehaucht: Ersetze einen Teil der Gemüsebrühe durch Kokosmilch und würze mit etwas Ingwer und Sojasoße. Die Suppe bekommt dadurch eine ganz andere, exotische Richtung und schmeckt besonders gut mit gerösteten Erdnüssen als Topping.

Das passt dazu: Wer gerne saisonal kocht, findet auf rezeptquelle.de viele weitere wärmende Suppen für die kalte Jahreszeit. Die Kürbiscremesuppe ist ein cremiger Klassiker, und die Wirsing Suppe zeigt, wie gut sich auch ein deftiges Kohlgemüse als Suppe macht.

FAQ

Was ist Zuckerhut eigentlich?

Zuckerhut ist eine Chicorée-Art mit länglichen, fest geschlossenen Köpfen und hellgrünen bis gelblichen Blättern. Er schmeckt mild-herb, ist knackig im Salat und wird beim Kochen angenehm weich. Trotz seines Namens hat er mit Zucker nichts zu tun – der Name kommt von der zuckerhutähnlichen Form des Kopfes.

Kann man die Suppe auch vegan zubereiten?

Ja, das geht sehr einfach: Ersetze die Butter durch Olivenöl oder vegane Margarine und die Sahne durch Hafer- oder Sojacreme. Der Geschmack bleibt cremig und mild, und die Suppe ist dann komplett pflanzlich. Achte nur darauf, dass auch die Gemüsebrühe vegan ist.

Wie lange hält sich die Zuckerhutsuppe im Kühlschrank?

Abgedeckt hält sich die Suppe im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Erwärme sie langsam bei mittlerer Hitze und rühre sie gut durch, damit sie wieder gleichmäßig cremig wird. Schmecke sie nach dem Aufwärmen noch einmal mit Salz und Zitronensaft ab, da sich der Geschmack beim Lagern leicht verändert.

Warum ist meine Suppe bitter geworden?

Meistens liegt es am Strunk oder an zu lange gekochtem Gemüse. Entferne den Strunk beim nächsten Mal großzügiger, dünste den Zuckerhut vor dem Kochen gut in Butter an und koche die Suppe nur so lange, bis die Kartoffeln weich sind. Ein Schuss Sahne und ein Spritzer Zitronensaft helfen außerdem, eine schon fertige, zu bittere Suppe noch auszugleichen.

Fazit: Zuckerhut Rezept Suppe selber machen ist einfach

Diese Zuckerhut Rezept Suppe beweist: Aus einem unscheinbaren Wintergemüse wird mit wenigen Zutaten und in nur 35 Minuten eine cremige, wärmende Suppe mit Charakter. Die feine Bitternote macht sie besonders, Kartoffeln und Sahne machen sie mild und sättigend.

Probiere sie als leichtes Abendessen, als Vorspeise oder als wärmende Mahlzeit an kalten Tagen – und variiere sie nach Lust und Laune mit Birne, Speck oder Kokosmilch. Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

Zuckerhut Rezept Suppe

Cremige Suppe aus mildem Zuckerhut mit Kartoffeln und Sahne – in 35 Minuten fertig und perfekt für kalte Tage.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten
Gericht Suppe
Portionen 4 Portionen
Kalorien 280 kcal

Zutaten
  

  • 1 Stück Zuckerhut ca. 500 g, Strunk entfernt, in Streifen geschnitten
  • 400 g Kartoffeln mehligkochend, gewürfelt
  • 1 Stück Zwiebel fein gewürfelt
  • 2 Stück Knoblauchzehen gehackt
  • 2 EL Butter
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 1 EL Zitronensaft frisch gepresst
  • 1 TL Salz nach Geschmack
  • 1 Prise Pfeffer frisch gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss frisch gerieben
  • 2 EL Petersilie glatt, gehackt, zum Servieren

Anleitungen
 

  • Zuckerhut putzen: äußere Blätter entfernen, halbieren, Strunk keilförmig herausschneiden, Blätter in Streifen schneiden und gründlich waschen. Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken.
  • Butter in einem großen Topf zerlassen, Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig dünsten, Knoblauch kurz unterrühren.
  • Zuckerhutstreifen dazugeben und unter Rühren etwa 5 Minuten mitdünsten, bis sie zusammengefallen sind.
  • Kartoffelwürfel dazugeben, Gemüsebrühe angießen und zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 15 Minuten leise köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  • Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit dem Pürierstab fein und samtig pürieren, bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen.
  • Sahne einrühren, kurz erwärmen (nicht stark kochen) und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft abschmecken. Mit Sahnehäubchen und Petersilie servieren.

Notizen

Für eine mildere Suppe den Strunk großzügig entfernen und die äußeren Blätter weglassen. Vegan: Butter durch Olivenöl und Sahne durch Hafer- oder Sojacreme ersetzen. Ohne Sahne eingefroren bis zu 3 Monate haltbar.

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