Von cremig-mild bis feurig-scharf: Die indische Küche kennt für jeden Geschmack eine passende Suppe. Dieses Indische Suppe Rezept stellt dir sieben indische Suppen vor – von der klassischen Dal Suppe über die würzige Rasam Suppe bis zur samtigen Süßkartoffel-Kokos-Suppe. Jede Suppe kommt mit Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung, sodass du sie zu Hause einfach nachkochen kannst.
Das Schöne an indischen Suppen: Sie leben von Gewürzen statt von langen Garzeiten. Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander, Ingwer und Garam Masala geben den Brühen ihren typischen Duft, Kokosmilch oder Linsen machen sie rund und sättigend. Die meisten Suppen aus dieser Liste sind in 30 bis 45 Minuten fertig – ideal für ein schnelles Abendessen unter der Woche. Passe die Schärfe einfach an deinen Geschmack an: Wer es milder mag, nimmt weniger Chili und mehr Kokosmilch, wer es feurig liebt, gibt eine extra Chilischote oder etwas mehr Cayennepfeffer dazu.
7 Indische Suppe Rezepte im Überblick
Alle sieben Suppen ergeben jeweils vier Portionen. Die Grundgewürze – Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander und Garam Masala – findest du im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte oder im Asia-Markt. Frischer Ingwer und frischer Koriander lohnen sich hier besonders: Sie geben deutlich mehr Aroma ab als getrocknete Ware. Als Beilage passt zu fast allen Suppen Basmatireis oder warmes Naan-Brot.
1. Dal Suppe – die klassische indische Linsensuppe
Dal ist die wohl bekannteste indische Suppe überhaupt – cremig, würzig und wunderbar sättigend. Rote Linsen zerfallen beim Kochen fast von selbst und ergeben zusammen mit Kokosmilch eine samtige Suppe, die mit einem Tarka aus Kreuzkümmel, Knoblauch und Kurkuma verfeinert wird. Das ausführliche Einzelrezept mit allen Kniffen findest du in unserem Dal Suppe Rezept. Wichtig: Die Gewürze erst kurz in Ghee oder Öl anrösten, bis sie duften – so entfalten sie ihr volles Aroma. Eine weitere leichte Variante für jeden Tag findest du in unserem vegetarischen Suppen-Überblick.
Zutaten
| 200 g | rote Linsen |
| 1 | Zwiebel, fein gewürfelt |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 1 Stück (ca. 3 cm) | frischer Ingwer |
| 400 ml | Kokosmilch |
| 800 ml | Gemüsebrühe |
| 1 TL | Kreuzkümmel, gemahlen |
| 1 TL | Kurkuma |
| 1 EL | Ghee oder Pflanzenöl |
| Salz, Pfeffer, Zitronensaft | nach Geschmack |
| Frischer Koriander | zum Servieren |
Zubereitung
- Linsen in einem Sieb gründlich abspülen, bis das Wasser klar bleibt.
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Ghee glasig dünsten, dann Kreuzkümmel und Kurkuma kurz mitrösten.
- Linsen, Kokosmilch und Gemüsebrühe zugeben und alles aufkochen lassen.
- Die Suppe bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich zerfallen.
- Mit dem Stabmixer fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
- Mit frischem Koriander und nach Belieben einem Klecks Joghurt servieren.
2. Rasam Suppe – die würzige südindische Tomatensuppe
Rasam ist eine leichte, aromatische Suppe aus Südindien – sauer, würzig und herrlich wärmend. Tomaten, Tamarinde und schwarzer Pfeffer geben ihr den typischen Geschmack, ein Tarka aus Senfsamen und Curryblättern sorgt für das besondere Aroma. Rasam wird in Südindien traditionell als Vorspeise oder bei Erkältungen serviert. Das ausführliche Rezept steht in unserem Rasam Suppe Rezept. Tipp: Die Suppe darf nicht stark kochen, sonst verliert sie ihr feines Aroma – nur kurz aufwallen lassen. Wer Tomatensuppen mag, findet in unserem Tomaten-Zucchini-Suppen-Rezept eine mildere Variante.
Zutaten
| 500 g | reife Tomaten |
| 1 TL | Tamarindenpaste |
| 1 TL | schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen |
| 1 TL | Kreuzkümmel |
| 1 TL | Senfsamen |
| 8 | Curryblätter |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 700 ml | Wasser oder Gemüsebrühe |
| 1 EL | Ghee oder Öl |
| Salz | nach Geschmack |
| Frischer Koriander | zum Servieren |
Zubereitung
- Tomaten grob würfeln und mit Tamarindenpaste, Pfeffer und Kreuzkümmel in einen Topf geben.
- Wasser oder Brühe zugeben und alles etwa 15 Minuten weich kochen.
- Die Suppe grob pürieren oder durch ein Sieb streichen, je nach gewünschter Konsistenz.
- In einer kleinen Pfanne Ghee erhitzen, Senfsamen darin aufspringen lassen, Knoblauch und Curryblätter zugeben.
- Das Gewürzöl in die Suppe rühren und die Suppe nur noch einmal kurz aufwallen lassen.
- Mit Salz abschmecken und mit frischem Koriander servieren.
3. Mulligatawny Suppe – würzige Linsensuppe mit Hähnchen
Mulligatawny bedeutet wörtlich „Pfefferwasser“ und ist eine anglo-indische Suppe, die Linsen, Hähnchen, Apfel und Currypulver vereint. Sie schmeckt kräftig, leicht süß-sauer und wunderbar wärmend – ein perfektes Familiengericht für kühle Tage. Das ausführliche Einzelrezept findest du in unserem Mulligatawny Suppe Rezept. Der geriebene Apfel ist kein Fehler: Er gibt der Suppe ihre typische fruchtige Note. Wer es schärfer mag, findet in unserem scharfen Suppen-Überblick weitere feurige Ideen.
Zutaten
| 150 g | rote Linsen |
| 300 g | Hähnchenbrust |
| 1 | Apfel, gerieben |
| 1 | Zwiebel, gewürfelt |
| 2 | Karotten, gewürfelt |
| 2 EL | Currypulver |
| 1 l | Hühner- oder Gemüsebrühe |
| 200 ml | Kokosmilch |
| 1 EL | Öl |
| Salz, Pfeffer, Zitronensaft | nach Geschmack |
Zubereitung
- Zwiebel und Karotten in Öl glasig dünsten, Currypulver kurz mitrösten.
- Linsen, geriebenen Apfel und Brühe zugeben und etwa 20 Minuten köcheln lassen.
- Hähnchenbrust in Streifen schneiden, in die Suppe geben und in etwa 10 Minuten gar ziehen lassen.
- Das Hähnchen herausnehmen, klein schneiden und zurück in die Suppe geben.
- Kokosmilch unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
- Heiß servieren, dazu passt Basmatireis oder Naan-Brot.
4. Mungobohnen Suppe – cremig, würzig und einfach
Mungobohnen sind kleine grüne Hülsenfrüchte, die beim Kochen wunderbar cremig werden. Diese Suppe ist mild, leicht verdaulich und steckt voller pflanzlichem Eiweiß – ideal für alle, die eine gesunde Alltagssuppe suchen. Das ausführliche Rezept steht in unserem Mungobohnen Suppe Rezept. Tipp: Die Bohnen vor dem Kochen mindestens eine Stunde einweichen, dann garen sie schneller und gleichmäßiger. Eine weitere leichte Suppe für jeden Tag findest du in unserem gesunden Suppen-Überblick.
Zutaten
| 200 g | Mungobohnen, getrocknet |
| 1 | Zwiebel, gewürfelt |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 1 Stück (ca. 3 cm) | Ingwer, gerieben |
| 1 TL | Kreuzkümmel |
| 1 TL | Kurkuma |
| 800 ml | Gemüsebrühe |
| 1 EL | Ghee oder Öl |
| Salz, Zitronensaft | nach Geschmack |
| Frischer Koriander | zum Servieren |
Zubereitung
- Mungobohnen abspülen und mindestens eine Stunde in Wasser einweichen, dann abgießen.
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Ghee glasig dünsten, Kreuzkümmel und Kurkuma kurz mitrösten.
- Mungobohnen und Gemüsebrühe zugeben und aufkochen lassen.
- Bei kleiner Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.
- Die Suppe teilweise pürieren, sodass sie cremig bleibt, aber noch etwas Biss hat.
- Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit Koriander servieren.
5. Indische Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch
Diese Kürbissuppe verbindet die Süße des Hokkaido-Kürbisses mit der Wärme von Ingwer und der Cremigkeit von Kokosmilch – eine samtige Herbstsuppe mit indischem Charakter. Garam Masala und ein Schuss Limettensaft runden sie ab. Eine klassische, mildere Variante ohne indische Gewürze findest du in unserem Kürbiscremesuppen-Rezept. Tipp: Den Kürbis mit Schale verwenden – beim Hokkaido ist die Schale essbar und gibt der Suppe eine schöne Farbe. Wer die Suppe rein pflanzlich kochen möchte, findet in unserem veganen Suppen-Überblick weitere Ideen.
Zutaten
| 1 | Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg) |
| 1 | Zwiebel, gewürfelt |
| 1 Stück (ca. 4 cm) | Ingwer, gerieben |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 400 ml | Kokosmilch |
| 600 ml | Gemüsebrühe |
| 1 TL | Garam Masala |
| 1 EL | Öl |
| Salz, Limettensaft | nach Geschmack |
| Kürbiskerne | zum Servieren |
Zubereitung
- Kürbis waschen, vierteln, entkernen und grob würfeln – die Schale kann dranbleiben.
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Öl glasig dünsten, Garam Masala kurz mitrösten.
- Kürbiswürfel, Kokosmilch und Gemüsebrühe zugeben und aufkochen lassen.
- Etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
- Fein pürieren und mit Salz und Limettensaft abschmecken.
- Mit gerösteten Kürbiskernen und nach Belieben etwas Kokosmilch servieren.
6. Indische Blumenkohl-Curry-Suppe
Blumenkohl wird in der indischen Küche gern mit Currygewürzen geröstet – als Suppe schmeckt er cremig, würzig und angenehm sättigend. Kurkuma gibt ihr die goldgelbe Farbe, Kokosmilch die samtige Konsistenz. Eine Ofenvariante ohne Suppe findest du in unserem Blumenkohl-Curry-Rezept. Tipp: Einen Teil des Blumenkohls vor dem Pürieren herausnehmen und als Einlage zurückgeben – so bekommt die Suppe mehr Struktur. Wer asiatische Suppen allgemein mag, findet in unserem asiatischen Suppen-Überblick weitere Rezepte.
Zutaten
| 1 | Blumenkohl (ca. 800 g) |
| 1 | Zwiebel, gewürfelt |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 1 TL | Kurkuma |
| 1 TL | Kreuzkümmel |
| 1 TL | Currypulver |
| 400 ml | Kokosmilch |
| 600 ml | Gemüsebrühe |
| 1 EL | Öl |
| Salz, Zitronensaft | nach Geschmack |
| Frischer Koriander | zum Servieren |
Zubereitung
- Blumenkohl in Röschen teilen, waschen und einen Teil für die Einlage beiseitelegen.
- Zwiebel und Knoblauch in Öl glasig dünsten, Kurkuma, Kreuzkümmel und Currypulver kurz mitrösten.
- Blumenkohl, Kokosmilch und Gemüsebrühe zugeben und aufkochen lassen.
- Etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl weich ist.
- Fein pürieren, die beiseitegelegten Röschen als Einlage zugeben.
- Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit Koriander servieren.
7. Indische Süßkartoffel-Kokos-Suppe
Süßkartoffeln geben dieser Suppe eine natürliche Süße und eine wunderbar cremige Konsistenz – zusammen mit Kokosmilch, Ingwer und einer Prise Chili entsteht eine Suppe, die mild beginnt und warm ausklingt. Sie ist rein pflanzlich und lässt sich gut vorbereiten. Eine weitere cremige Variante findest du in unserem Creme-Suppen-Überblick. Tipp: Die Suppe schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil die Gewürze dann richtig durchgezogen sind. Wer Kokosmilch in Suppen liebt, findet in unserem Rezept für asiatische Suppe mit Kokosmilch eine weitere Variante.
Zutaten
| 600 g | Süßkartoffeln |
| 1 | Zwiebel, gewürfelt |
| 1 Stück (ca. 3 cm) | Ingwer, gerieben |
| 2 | Knoblauchzehen |
| 400 ml | Kokosmilch |
| 600 ml | Gemüsebrühe |
| 1 TL | Currypulver |
| 1 Prise | Chiliflocken |
| 1 EL | Öl |
| Salz, Limettensaft | nach Geschmack |
Zubereitung
- Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in Öl glasig dünsten, Currypulver und Chiliflocken kurz mitrösten.
- Süßkartoffeln, Kokosmilch und Gemüsebrühe zugeben und aufkochen lassen.
- Etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.
- Fein pürieren und mit Salz und Limettensaft abschmecken.
- Heiß servieren, dazu passt Naan-Brot oder Basmatireis.
Tipps für indische Suppen
Bei jedem Indische Suppe Rezept aus dieser Liste gilt: Röste die Gewürze immer kurz in Fett an, bevor du Flüssigkeit zugibst – das sogenannte Tadka oder Tarka ist der Schlüssel zum typischen Aroma. Bewahre Gewürze kühl, dunkel und gut verschlossen auf, damit sie lange aromatisch bleiben. Koche größere Mengen und friere Portionen ein: Die meisten indischen Suppen halten sich im Gefrierfach bis zu drei Monate und schmecken aufgewärmt oft noch besser.
- Schärfe anpassen: Chili und Cayennepfeffer erst am Ende dosieren und abschmecken.
- Konsistenz steuern: Mit Brühe verdünnen oder durch längeres Köcheln eindicken lassen.
- Frische Kräuter: Koriander erst kurz vor dem Servieren zugeben, damit er sein Aroma behält.
- Beilagen: Basmatireis, Naan-Brot oder Papadums runden fast jede indische Suppe ab.
Häufige Fragen zu indischen Suppen
Welche indische Suppe ist die bekannteste?
Die Dal Suppe aus roten Linsen ist die bekannteste indische Suppe – sie steht in Indien fast täglich auf dem Tisch und ist gleichzeitig die einfachste Variante für Anfänger, weil sie nur wenige Zutaten braucht und schnell fertig ist.
Sind indische Suppen immer scharf?
Nein, längst nicht alle indischen Suppen sind scharf. Dal, Mungobohnen- und Kürbissuppe sind von Natur aus mild und werden erst durch Chili oder Pfeffer schärfer. Du bestimmst die Schärfe selbst, indem du die Chilimenge anpasst.
Kann ich indische Suppen vegan kochen?
Ja, die meisten indischen Suppen sind von Natur aus vegan oder lassen sich leicht vegan zubereiten: Ghee durch Pflanzenöl ersetzen, Joghurt weglassen oder durch pflanzliche Alternativen ersetzen – schon ist die Suppe rein pflanzlich.
Wie lange halten sich indische Suppen?
Im Kühlschrank halten sich indische Suppen in einem geschlossenen Behälter etwa drei bis vier Tage. Zum Einfrieren in Portionen abfüllen und bis zu drei Monate aufbewahren; langsam auftauen und einmal gut durchkochen.
Fazit
Dieses Indische Suppe Rezept zeigt, wie vielfältig die indische Suppenküche ist: cremig und mild, würzig und feurig, mit Linsen, Bohnen oder Gemüse – für jeden Geschmack und jede Gelegenheit ist etwas dabei. Starte am besten mit der Dal Suppe oder der Rasam Suppe und arbeite dich dann durch die Liste. Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!



